Alarmierung

Ein ganz wesentlicher Teil der Schlagkraft einer Feuerwehr ist neben der Ausbildung der Mannschaft und deren zeitgemäße Ausrüstung eine effiziente Alarmierung!
Wird die Notrufnummer (02236/122) gewählt so gelangt dieser Notruf zur Bezirksalarmzentrale Mödling, welche sich im Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Mödling befindet. Diese Bezirksalarmzentrale ist rund um die Uhr mit geschultem Personal besetzt. Ein Disponent nimmt den Notruf entgegen und alarmiert die örtlich zuständige Feuerwehr.

Ob die Sirene heult, der Funkmeldeempfänger piepst oder man einfach nur einen Funkspruch absetzt – jedes Feuerwehrmitglied hatte schon einmal mit dem Nachrichtendienst zu tun.
Wie wichtig das Aufgabengebiet des Nachrichtendienstes ist kann man durch einen einfachen Satz erklären:
Ohne das Sachgebiet des Nachrichtendienstes würde es keine Alarmierung im heutigen Sinne geben.

Der Nachrichtendienstwart ist für die Beschaffung und Wartung des Alarmierungssystems zuständig, die Überprüfung der Sirenensteuerungsanlage, der Sirene, und den Funkmeldeempfängern.

Durch die moderne Infrastruktur hat sich auch der Aufgabenbereich unseres Nachrichtendienstwarts in der Feuerwehr stark erweitert da sich die Alarmierungstechnik enorm verbessert und modernisiert hat.

Diese umfasst zum jetzigen Stand:

·       Wartung der Hand- und Fahrzeugfunkgeräte sowie der Fixstationen, Beschaffung und Kleinreparaturen,

·       Reparatur von Alarmierungspagern,

·       Datenpflege und On Air Programmierung der Pager via Pagernetz.at

·       Wartung und Datenpflege in der Telefonanlage (Siemens HI PATH) + Kurzwahlen

·       Reparatur, Test und Protokollierung der Funktion der Sirenenanlagen

·       Errichtung der Brandmeldeanlage im Feuerwehrhaus (März bis Mai 2014)

·       Betreuung und Kontrolle der Brandmeldeanlage im Feuerwehrhaus

·       Betreuung des Netzwerks inkl. Router, Switches und Access Points.

·       Betreuung der USV Anlagen und der Aggregatsteuerung.

·       Beschaffung und Instandhaltung sowie Aktualisierung der Tabletts in der Einsatzfahrzeugen.

·       Errichtung von Informationseinrichtungen (Wechselverkehrszeichen, Infoscreens, Tabletts)

·       Wartung und Instandhaltung der Videoüberwachungsanlage

Unsere Kameraden können abhängig von Ihrem Standort wie folgt zum Einsatz alarmiert werden:

-Digitalpager
-ESApp Personal
-ESApp Fahrzeug mit allen Details zur Alarmierung, Navigation und Anruferdaten (via VPN mit Notruf NÖ gekoppelt)
-Infoscreens im Feuerwehrhaus
-Blitzlichter und Sirenen im Feuerwehrhaus
-Sirene
-SDS über Tetra (Kommando)
-email

Der Umfang der derzeitigen Alarmierungs- und Funktechnik in Vösendorf:
33 Handfunkgeräte, 11 Fahrzeugfunkgeräte und 2 Fixfunkstationen.
6 Sirenen
Digitalpager für jeden Kameraden

Rufmeldeempfaenger

Sirenenalarmierung

Diese ist in das landesweite Warn- und Alarmsystem eingebunden. Alarmierungen können von der Landeswarnzentrale, Bezirksalarmzentrale und von der Einsatzzentrale der Freiwilligen Feuerwehr Vösendorf durchgeführt werden. Sie dient als Zusatzalarmierung bei Brandeinsätzen und bei Gefahr im Verzug (z.B. Person in Notlage/Lebensgefahr). Der Zivilschutz bedient sich ebenfalls dieses Systems zur Warnung der Bevölkerung in Ernstfällen.

Sirenenenalarmierung:

 

Bedenken Sie, dass nur ca. 7 % aller an uns alarmierten Einsätze mit Sirene alarmiert werden. Der Rest erfolgt über „STILLE ALARMIERUNG“.

In das Aufgabengebiet des Nachrichtendienstwartes fällt ebenfalls die Weiterbildung der Kameraden  bzw. die Vorbereitung für den Funklehrgang.

Mehrmals jährlich findet im Feuerwehrhaus eine Schulung auf die technischen Einsatzhilfen und Funkgeräte statt.

Sowie Unterstützung der Einsatzleitung bei Großeinsätzen.

Ein ausgebildeter Funker muss auch in der Lage sein Kartenmaterial zu studieren und zu verstehen.

Alarmierungsszenario:

Sie rufen den Feuerwehrnotruf: 02236/122

Je nach Einsatzart entscheidet der Disponent über Art der Alarmierung und teilt der Feuerwehr den Einsatzgrund und Einsatzort mit. Der Alarm wird von der Bezirksalarmzentrale zur Alarmierungseinrichtung im Feuerwehrhaus Vösendorf gesendet, welche den Alarm an alle analogen Rufmeldeempfänger weitersendet sowie die Sirene ansteuert.

Gleichzeitig erhalten unsere Kameraden via Digitalpager, ESApp, e-mail, SDS alle relevanten Einsatzdaten wie Örtlichkeit Einsatzart, Alarmstufe, Details.

Am Alarmscreen sind auch alle relevanten Informationen wie Hydrantenstandorte und Gefahrenquellen hinterlegt.

Gleichzeitig wird je nach Einsatzart auch vorgegeben, welche Fahrzeuge gem. Ausrückeordnung zum Einsatzort ausrücken.

Am Infoscreen sieht man auch welche zusätzlichen Rccourcen wie weitere Feuerwehren, Polizei, Presse, Gaswerk, Notarzt, Hubschrauber, Rettung mit Kennung mitalarmiert wurden.

Nachrichtendienstausbildung:

Die Ausbildung zum Einsatzfunker erfolgt in der Feuerwehr durch die Funkgrundausbildung (Kapitel 5, Handbuch Grundausbildung). Nach Abschluss dieser Ausbildung soll das Feuerwehrmitglied in der Lage sein die eigene Feuerwehr zu alarmieren, alle in der Feuerwehr vorhandenen Funkgeräte zu bedienen und einfache Funkgespräche abzuwickeln.

Weiteres ist das ausgebildete Feuerwehrmitglied berechtigt, am Modul „Funk“ teilzunehmen.

Sowohl die Kommunikation von Feuerwehrkräften untereinander als auch die Verbindung verschiedener Organisationen ist im Notfall von sehr hoher Bedeutung

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Speziell durch unser Einsatzgebiet auf den Autobahnen, Schnellstraßen und besonders durch den Tunnel Vösendorf ist eine Kommunikation mit anderen Einsatzorganisationen sowie der Tunnelwarte VMZ Wien auf dem direkten Weg über Direkt- Einzelruf wichtig.

Über diese Verbindung können ggf. detaillierte Einsatzszenarien bei der Anfahrt übermittelt, sowie die Position des Einsatzortes präzisiert werden.

Der Informations- und Datenaustausch ist gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig geworden und kann den Einsatzerfolg maßgeblich beeinflussen. Daher ist eine profunde Ausbildung und eine sehr gute Ausrüstung im Bereich des Nachrichtenwesens unerlässlich.
Die Ausbildung und Festigung des erworbenen Wissens erfolgt auf mehreren Ebenen: die Grundausbildung wird in der jeweiligen Feuerwehr durch die Sachbearbeiter Nachrichtendienst durchgeführt. Dabei erlernen die Kameraden das Handwerkszeug zur Bedienung von Funkgeräten und das richtige Verhalten beim Aufnehmen und Absetzen von Nachrichten. Die zweite Ebene wird in Form von Kursen der NÖ Landesfeuerwehrschule durchgeführt. Dabei werden den Interessierten im Modul “Funk” höhere Aufgaben im Einsatzfall näher gebracht. Besonderer Wert wird auf das effiziente und richtige Arbeiten in der Einsatzleitung gelegt, weil die Anforderungen an diese Tätigkeit sehr vielfältig sind. Sie reichen von der Einsatzdokumentation über Lotsendienste hin bis zur Alarmierung von Sonderkräften. Diese Module werden von unserem Lehrbeauftragten-Team im Bezirk veranstaltet. Als dritte Ebene kann die Festigung des erworbenen Wissens im Rahmen des Funk-Leistungsbewerbes angesehen werden. Dabei müssen die Teilnehmer den Prüfungsteams an der Landesfeuerwehrschule in 6 verschiedenen Disziplinen beweisen, dass sie alle Gebiete des Nachrichtenwesens beherrschen. Damit unsere Kameraden die Anforderungen sicher meistern veranstalten unsere Lehrbeauftragten vor dem Bewerb viele Trainingsabende, bei denen alle Disziplinen nochmal geübt und gefestigt werden.

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Digitalfunk:

Auch in Österreich haben sich die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben dazu entschlossen, das neue Funksystem einzuführen, weil es wesentliche Vereinfachungen in der Zusammenarbeit aller Beteiligten bringt, viel höhere Qualität aufweist und viele Funktionen bietet, die beim analogen System unmöglich waren. Die NÖ Feuerwehren sind im Juli 2005 dem Digitalfunk BOS Austria beigetreten und seitdem wurde der Netzausbau durchgeführt. Mittlerweile sind alle Bezirke ausgebaut und in Betrieb. Alle Feuerwehren haben eine Grundausrüstung an Geräten erhalten, die gänzliche Umstellung auf Digitalfunk wird aber bis zum Auslaufen der “alten” Geräte dauern.
Die Feuerwehr Vösendorf hat im Frühjahr 2013 als eine der ersten Feuerwehren die Umstellung auf das digitale Funksystem zu 100 % umgesetzt und musste hierfür 46 Geräte (Fahrzeug- sowie Handgeräte) anschaffen.
Auch die Alarmierung der Feuerwehrkräfte wurde auf ein digitales System umgestellt. Die Anpassung und Erneuerung der Funkanlagen erfordert zwar hohe Investitionen, aber die technischen Vorteile und die langfristige Kostenersparnis überwiegen diesen Nachteil.

Die Aufgaben der Sachbearbeiter Nachrichtendienst sind daher sehr vielfältig. Sie sind zum einen für die Durchführung und Kontrolle der Ausbildung in den Feuerwehren zuständig, müssen die Gerätschaften in den Wehren in Ordnung halten und bereiten die interessierten Kameraden in der Wehr auf die Leistungsprüfung vor. Das Team der Sachbearbeiter im Bezirk gibt dazu alle nötigen Hilfestellungen und hat auch die Kontrolle des Ausbildungsstandes im Rahmen von übergeordneten Übungen durchzuführen. Informationen über technische Neuerungen und Änderungen in der Funkordnung werden ebenfalls von den Sachbearbeitern im Bezirk an die einzelnen Feuerwehren weiter gegeben.

Die Funktion des Sachgebietsleiters Nachrichtendienst wird in Vösendorf durch SB Matthias Hauck wahrgenommen.