einfach zum Nachdenken
Der Feuerwehrmann eine Maschine?
Vergleicht man Durchschnittsbürger mit Feuerwehrmänner, so scheinen Sie in verschiedenen Welten zu Leben.
Der Bürger rechnet nicht mit Naturgewalten oder technischen Gebrechen und Unfällen. Sie sind häufig unterwegs, als hätten sie wie bei einem Computerspiel fünf Leben. Bei echter Bedrohung reagieren sie dann nervös und fordern Gratissoforthilfe: Sprich, sie rufen nach der Feuerwehr. Diese muss für sie die beste Ausrüstung und Gerätschaften zur Verfügung haben.
Zweitberuf Feuerwehrmann
Wir freiwillige Feuerwehrmänner leisten unseren Dienst unentgeltlich und mit großen idealistischen Einsatz. So ganz nebenbei stehen alle Feuerwehrmänner im Berufsleben bzw. Schulleben und sind dort in mehr oder weniger komplexe Arbeitsprozesse integriert. Auch dort gilt es seinen Mann zu stellen, den die Arbeitsplatzsituation ist alles andere als beruhigend. Weiters sollte man auch noch der Familien- und Freundeskreis erwähnt, in welchen jeder Feuerwehrmann seinen Platz einnimmt.
Ultracool?
Einiges an psychischer und körperlicher Belastung der Einsatzkräfte wird zwar durch Routine abgepuffert, doch mache Auswirkungen sind nur mit Mühe wegzustecken. Wir sind auch nur Menschen und keine Maschinen.
Wir stellen für den Dienst am Nächsten ständig unsere persönlichen Interessen und Anschauungen in den Hintergrund. Trotz hohen Risikos bringen wir unsere Gesundheit mit ins Geschehen. Dies alles so nebenbei, den Freiwilliger Feuerwehrmann zu sein, heißt sich für einen zweiten Beruf zu entscheiden. Das sehr oft Familien- oder Berufsleben darunter leiden mag, mitunter widernatürlich und anerkennend zugleich anmuten .... (1998 mussten 26 000 Stunden aufgewendet werden um den Dienstbetrieb zu gewährleisten, wo sind die Stunden der Ausbildung und Weiterbildung?
Rund um die Uhr
Wir Feuerwehrmänner erwarten keinen Applaus oder Heldenkult.
Ein ehrliches Dankeschön reicht uns.
24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche;365 Tage im Jahr.
Der Feuerwehrkommandant
Friedrich Flasar, HBI